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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ab wann wird wenig essen ungesund?
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 Betreff des Beitrags: Ab wann wird wenig essen ungesund?
BeitragVerfasst: 02.12.17, 20:16 
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DMF-Mitglied

Registriert: 03.06.17, 15:19
Beiträge: 28
Hallo,

meine Frage geht auf diesen Thread zurück.
(Dort ging es darum, dass ich seit der Einnahme von L-Thyroxin deutlich weniger Hunger/Appetit habe und dadurch bedingt wenig bis zu wenig esse. Mir fällt es schwer, etwas zu essen, wenn ich keinen richtigen oder gar keinen Hunger oder Appetit habe.)

Die Frage, die ich dort zuletzt gestellt habe, passt vermutlich doch besser ins Ernährungsforum. Deshalb stelle ich sie hier nochmal:

Ist das eigentlich ungesund, wenn man mangels Appetit & Hunger über einen längeren Zeitraum kaum was isst, aber die Nährstoffe mittels Multivitamintabletten gleichwohl abgedeckt hat?
Oder ist (zu) wenig essen nur ungesund, wenn man deutliches Untergewicht hat oder stark abnimmt?


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BeitragVerfasst: 03.12.17, 10:45 
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DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3246
Wohnort: Friesland
Hallo,

wenig zu essen ist dann ungesund, wenn es auf einer körperlichen oder seelischen Krankheit beruht, z.B. bei Eßstörungen, oder durch Mangelernährung zu Krankheit führt. Eine Multivitaminpräparat ist dabei kein aureichender Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Übrigens führt L-Thyroxin über den gesteigerten Stoffwechsel in aller Regel zu verstärktem Appetit, nicht zu vermindertem. Ein Besuch beim Arzt, um zunächst einmal die Einstellung der Schilddrüse zu überprüfen und andere Erkrankungen auszuschliessen, ist empfehlenswert. Falls es keine körperlichen Ursachen für die Appetitlosigkeit gibt, sollte an eine psychische Ursache gedacht werden.

Viele Grüße
B. Goretzky

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


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BeitragVerfasst: 03.12.17, 19:46 
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DMF-Mitglied

Registriert: 03.06.17, 15:19
Beiträge: 28
Hallo,

danke für die Antwort.

Brigitte Goretzky hat geschrieben:
wenig zu essen ist dann ungesund, wenn es auf einer körperlichen oder seelischen Krankheit beruht, z.B. bei Eßstörungen, oder durch Mangelernährung zu Krankheit führt.

Das ist schon mal beruhigend zu wissen.

Die Schilddrüse wird regelmäßig kontrolliert und ist mittlerweile sehr gut eingestellt (ich habe Hashimoto; die aktuelle L-Thyroxindosis beträgt 37,5 Mikrogramm). Mir geht es insgesamt deutlich besser und inzwischen gut - also es sind nicht nur einfach die Werte von der Schilddrüse gut, sondern auch mein generelles Wohlbefinden. Da habe ich deutliche Verbesserungen festgestellt und bin mit dem L-Thyroxin/der aktuellen Schilddrüseneinstellung auch sehr zufrieden. Blutuntersuchungen sind dieses Jahr recht viele gemacht worden; da gibt es aber nichts mehr, was da irgendwie auffällig wäre bzw. auf eine Erkrankung hindeuten würde. Das einzige, was ich nicht verstehe ist der verringerte Hunger/Appetit seit Behandlungsbeginn mit L-Thyroxin.

Durch das Wenig-Essen habe ich die meiste Zeit keine Beschwerden. Außer eben naheliegenderweise vereinzelt, wenn ich praktisch kaum etwas gegessen habe über den Tag (z. B. bis nachmittags nur eine Banane). Sowas versuche ich aber zu vermeiden, weil ich dann in so einen Zustand rutsche, in dem ich keinen oder etwas Hunger habe und essen auch höchst sinnvoll wäre, aber zugleich null Appetit vorhanden ist. Essen tue ich dann natürlich trotzdem was, aber das kostet umso mehr Überwindung, dann etwas zu essen, umso länger ich nichts gegessen habe. Kann ich schlecht beschreiben und ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll (gesund ist das sicher nicht, wenn man sich da nicht überwindet und doch etwas isst). Das ist irgendwie so, als wenn man gerade dabei wäre, den Bezug zum Essen zu verlernen - und gleichzeitig mehr Antrieb hat bis das irgendwann kippt (wenn man auch dann nichts isst). Eigentlich fände ich es logisch, wenn ich dann sehr viel Hunger und Appetit hätte und nur schlapp wäre - dem ist aber nicht so. Dieser Zustand ist aber wie gesagt die Ausnahme und auch erst mit der Zeit gekommen. Die meiste Zeit habe ich einfach nur wenig Appetit und Hunger auch mit regelmäßigem Essen (relativ gleichmäßig) über den Tag verteilt.

Von der Kalorienmenge her, müsste das ausreichend sein, weil mein Körpergewicht recht konstant ist.

Brigitte Goretzky hat geschrieben:
Eine Multivitaminpräparat ist dabei kein ausreichender Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Einen vollständigen Ersatz sollten diese Nahrungsergänzungsmittel nicht darstellen. Pardon, falls das missverständlich rübergekommen sein sollte.

Die Multivitamintabletten sollen sicher keine ausgewogene Ernährung ersetzen oder das eigene Bemühen darum, nur ist das, was ich auch mit wenig Appetit herunterbekomme und vertrage, nicht das, was alles zu einer mangelfreien Ernährung dazugehört (denke ich). Auch vorher mit quasi normal viel Hunger/Appetit habe ich z. B. Eisen und Vitamin D kaum abgedeckt bekommen und zu Mängeln geneigt. Seitdem ich das supplementiere, habe ich damit keine Probleme mehr. Den Bedarf über die Ernährung/Lebensweise abzudecken, hatte ich vorher erfolglos versucht. Das dürfte nun mit deutlich weniger Hunger erst recht nicht funktionieren. Dazu kommt, dass ich eine Histaminintoleranz habe und dadurch von der Lebensmittelauswahl her etwas eingeschränkt bin. Aber daran habe ich mich inzwischen gewöhnt.

Mängel, die ich im Zeitraum unter der L-Thyroxineinnahme hatte und die ernährungsbedingt gewesen sein dürften, waren ein Folsäure- und ein Magnesiummangel. Beide sind inzwischen behoben - aber ich soll die Tabletten in niederigerer Dosierung erstmal weiternehmen (zur Vorbeugung eines erneuten Mangels). Den Magnesiummangel verstehe ich weniger, weil ich magnesiumhaltige Lebensmittel eigentlich in ausreichender Menge gegessen haben sollte; der Folsäuremangel überrascht mich dagegen im Nachhinein nicht, weil ich genau diese Lebensmittel nicht/kaum gegessen habe.

Was ich generell mehr essen könnte mengenmäßig, wäre Gemüse. Nur bin ich davon auch schnell satt bei relativ wenig Kalorien. Das ist schlecht, weil ich nicht abnehmen möchte und diesen Appetitmangel bzw. dieses reduzierte Hungergefühl habe. Und andere sättigende Sachen wie Fleisch/Fisch müsste ich ja auch noch essen. Dazu kommen die ganzen anderen Nährstoffe, die damit noch nicht abgedeckt sind.
Ich würde da eigentlich lieber erstmal die Multivitamintabletten nehmen und mich darauf konzentrieren, das zu essen, worauf ich am ehesten Appetit habe in Verbindung damit, was ich wegen der Histamingeschichte vertrage.

Brigitte Goretzky hat geschrieben:
Übrigens führt L-Thyroxin über den gesteigerten Stoffwechsel in aller Regel zu verstärktem Appetit, nicht zu vermindertem.

Das hätte ich auch gedacht und finde die quasi gleichlautende Antwort von Dr.med.Holger Fischer im verlinkten Thread dazu insofern auch plausibel. Aber mein Körper scheint dazu trotzdem eine andere Ansicht zu haben - oder die Ursache ist doch irgendwas anderes.

Ich kann diese Veränderung des Appetits/Hungers zeitlich recht eindeutig auf den Beginn der Behandlung mit dem L-Thyroxin zurückführen vor ca. 10 Monaten. Mir war die ersten Tage bei Behandlungsbeginn so komisch dauerübel (ohne Erbrechen und nicht als akute starke Übelkeit, sondern mehr so, als hätte man sich den Magen verdorben und deshalb keinen Appetit), aber das soll beim Einschleichen wohl normal sein. Diese Dauerübelkeit ist dann auch kurze Zeit später weggegangen. Bzgl. der Inhaltsstoffe des L-Thyroxin-Präparates ist mir keine Unverträglichkeit bekannt. Geblieben ist danach der verminderte Appetit/Hunger.

Mag sein, dass der geringe Appetit gleichwohl eine andere Ursache haben könnte, die mit dem L-Thyroxin nichts zu tun hat, aber mir fällt keine ein. Die üblichen Verdächtigen, die bei mir sonst zu verringertem Appetit/Hunger führen, bin ich ergebnislos durchgegangen.

Brigitte Goretzky hat geschrieben:
psychische Ursache

Da wüßte ich nichts. Es gibt bestimmte Arten von Stress, bei denen ich seit jeher weniger Hunger/Appetit habe, aber die hab ich nicht gehabt im fraglichen Zeitraum oder zumindest nicht die ganze Zeit über mehrere Monate; die so gesehen stressfreie Zeit hat den allergrößten Anteil eingenommen in der fraglichen Zeitspanne. Außerdem löst diese Art von Stress bei mir nur für einen sehr kurzen Zeitraum ein verringertes Hungergefühl aus, das nach dem auslösenden Ereignis auch direkt wieder auf seinen Normalzustand steigt. Das ist eine Sache von nichtmal einem Tag insgesamt. Mein Eindruck ist, dass diese Art von temporärem "Appetitmangel" wegen bestimmter Arten von Stress hierbei keine Rolle spielt.


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