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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Verzweiflung: Starke Blutung, verkürzte Zyklen
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BeitragVerfasst: 13.02.18, 13:41 
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DMF-Mitglied

Registriert: 04.03.07, 10:54
Beiträge: 26
Hallo, am Rande der Verzweiflung hoffe ich, hier den ultimativen Tipp zu erhalten.

Seit vielen Jahren habe ich starke Mens-Beschwerden und bin regelmäßig für 2-3 Tage außer Gefecht gesetzt. Schmerzen wie Kettensäge im Bauch und extremer unkontrollierter/-barer Blutverlust, teils in starken Schüben! (Was auch zur Folge hat, dass Eisen- und Ferritin- (Eisenspeicher) Werte chronisch im Keller sind und ich ein Eisenpräparat nehme.)

Meine Regel kommt noch recht regelmäßig, die letzten (ca. 2) Jahre gelegentlich alle 30/+2 oder mal 27/-1 Tage, aber meistens 28 Tage. Es hat auch schon große Enttäuschungen/Fehlplanung gegeben, aber im Großen und Ganzen ließen sich Unternehmungen/Events, Famielienfeste, Urlaube etc. ganz gut planen. Dies hat sich in den letzten Monaten geändert. Denn verkürzte Zyklen/25 Tage sind keine Seltenheit. Was mich aktuell ein bisschen "in Not" bringt. Denn ich habe nach jahrelangen Statistiken und Berechnungen aller Eventualitäten für Anfang März Urlaub gebucht, der jetzt in Gefahr ist.

Auf der Suche nach Abhilfe für alle Beschwerden, habe ich in den vergangenen Jahren diverse Male mit meiner FÄ über Möglichkeiten gesprochen. Hier wurden eine Gestagen-Pille, Spirale, Verödung der Gebärmutterschleimhaut und sogar Teilresektion der Gebärmutter (LASH) diskutiert. Die Pille hatte ich zunächst abgelehnt, die Spirale und die Ablation hat meine Ärztin nach genauer Abwägung für mich nicht als geeignet eingestuft. Für die OP/Gebärmutterentfernung war nach Untersuchungen und Besprechungen im Herbst 2017 schon ein Termin in der Klinik vereinbart, allerdings ist es bislang nicht zu dem Eingriff gekommen, da es leider (auch gesundheitliche) Faktoren gab, weswegen ich absagen musste... Diese OP ist aber über kurz oder lang wieder eine Option für mich.

Um die kurz bevorstehende Urlaubs-Situation zu retten, habe ich letzte Woche mit meiner Ärztin besprochen und mich entschieden, die Gestagen-Pille zu nehmen. Ich war davon ausgegangen, dass ich die Einnahme im Laufe/zur Mitte des Zyklus starte, um die nächste Regelblutung hinauszuzögern und/oder die Begleiterscheinungen etwas abzulindern. Auch eventuell zu erwartende Schmier-/Zwischenblutungen, vielleicht anstelle einer "richtigen" Mens, wären für mich vergleichsweise angenehm und erfreulich. Die Ärztin sagte allerdings, ich solle regulär am ersten Tag der Regel starten. Das habe ich (vor 2 Tagen, am Sonntag) gemacht. Die aktuelle Mens war bis jetzt unverändert/gewohnt heftig, und ich zweifle daran, dass die nächste Blutung "harmloser" verläuft oder sowas wie ausbleibt. In einem Telefonat, das ich heute mit ihr geführt habe, sagte sie, ich solle mit der Pille wieder aufhören und sprach von einem Off-Label-Präparat/Progesteron, das ich kurz vor der Reise für 10 Tage nehmen soll. Dies scheint mir aber die unbrauchbarste aller Lösungen zu sein.

Ich bin absolut verunsichert, möchte den Urlaub nicht absagen oder vor Ort leiden und auf wesentliche Dinge verzichten müssen. Daher freue ich mich über Ihre Empfehlung, wie ich mich am besten verhalte und was es für mich für Möglichkeiten gibt. (Weiter die Pille nehmen oder aufhören und ...wieder anfangen? Oder...???)

Vielen Dank!

P.S.: Ich bin Bj. 1969 (48), 1,88 m (und eine ebenfalls sehr große Gebärmutter), nehme dauerhaft Apixaban, Flecainid und Metoprolol succinat (Z.n. Katheterablation/PVI in 01/15 und 07/16)


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BeitragVerfasst: 13.02.18, 14:45 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11371
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
mit der Pille wieder aufhören, dann wieder anfangen- das wären hormonelle Wechselbäder und die schlechteste aller Lösungen. Man fängt mit der Pille ( egal, ob zum Verschieben der Periode usw.) immer am 1. Zyklustag an, wenn es möglich ist und Zeit dafür bleibt. Wenn Sie also jetzt das Gestagenpräparat nehmen ( oder ein Kombinationspräparat), hätten Sie es problemlos non stop durchnehmen können, also ohne eine Einnahmepause zu machen.
"Off-Label-Präparat/Progesteron, das ich kurz vor der Reise für 10 Tage nehmen soll"- man kann mit der üblichen Pille aber auch mit einem Gestagenpräparat die Periode schon verschieben, muß aber spätestens 8 Tage vor der zu erwartenden Periode damit beginnen. Off Label ist das alles überhaupt nicht, wenn man sich mit Hormonen etwas auskennt, ist alles erlaubt und auch dafür zugelassen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 13.02.18, 15:16 
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DMF-Mitglied

Registriert: 04.03.07, 10:54
Beiträge: 26
Okay, danke, Sie befürworten also, dass ich sie weiter nehme (heute ist Tag 3 von 28 in der Packung), statt, "weil es ja erst drei waren", zu unterbrechen und am 28.2./01.3. wieder anzufangen?

*??? Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, wenn ich es so machen w ü r d e ???*

Ein Nonstop-Durchnehmen (keine Pause) ist es eh, denn es sind 28 Tabletten in der Packung.
(Wie) ist hier eine Verschiebung möglich?


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BeitragVerfasst: 13.02.18, 15:47 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11371
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
ich blicke nicht so recht durch!
"Ein Nonstop-Durchnehmen (keine Pause) ist es eh, denn es sind 28 Tabletten in der Packung. "- nonstop bedeutet bei einer Antibabypille-egal welche- dass man am Ende der Packung nahtlos gleich mit einer neuen Packung beginnt und diese solange dann nimmt, bis der Urlaub vorbei ist. Leichte Zwischenblutungen sind aber manchmal möglich.
Nachtrag: sie nehmen ja ein Antiarrhythmikum und einen Trombocytenhemmer bei Z.n. Ablation. Berücksichtigen Sie unbedingt, dass auch bei einem reinen Gestagenpräparat ein gewisses Thromboserisiko besteht- auch wenn Sie diese Medikamente nehmen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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